Bezahlbare Neubauwohnungen für Reinickendorf: Bebauungsplan XX-277a Cité Foch in der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen

BEZAHLBARER, MIETPREISGEBUNDENER WOHNUNGSNEUBAU IN REINICKENDORF GESICHERT | FOKUS AUF SOZIALE INFRASTRUKTUR UND GRÜNANLAGEN | CDU-SCHULSTADTRAT VERANKERT NEUE GRUNDSCHULE

Die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf hat in ihrer Sitzung am 11. Februar 2026 den Bebauungsplan XX-277a für die Cité Foch beschlossen PM_Fraktion_BPlan_CiteFoch. Die CDU-Fraktion begrüßt den Beschluss ausdrücklich, kritisiert jedoch, dass der ursprünglich vorgesehene Anteil von 30 Prozent sozialem Wohnungsbau nicht umgesetzt wurde.

Cité FochCité Foch

715 neue Wohnungen für Wittenau und Waidmannslust

Das Plangebiet des B-Plans in den Ortsteilen Wittenau und Waidmannslust umfasst rund 28,7 Hektar. Ziel ist die Sicherung der bestehenden Wohnbebauung sowie eine behutsame Nachverdichtung. Insgesamt entstehen 715 neue Wohnungen, davon 661 Geschosswohnungen und 54 Einheiten im individuellen Wohnungsbau.

Die neue Wohn-Geschossfläche beträgt rund 74.222 m²; perspektivisch finden hier rund 1.500 Menschen ein neues Zuhause.

Mietpreisgebundene Neubauwohnungen

Alle Neubauwohnungen werden mietpreisgebunden errichtet, mit einer Mietobergrenze von maximal 10 €/m². Damit wird bezahlbarer Wohnraum langfristig gesichert.

Ergänzend entstehen eine öffentliche Parkanlage am Packereigraben (ca. 1,5 Hektar), zusätzliche wohnungsnahe Grünflächen (ca. 4.500 m²) sowie ein öffentlicher Spielplatz mit rund 3.400 m².

Soziale Infrastruktur mitgedacht und gesichert

Eine neue Kita ist planungsrechtlich gesichert. Durch den Neubau entstehen Bedarfe von etwa 73 Kitaplätzen und 80 Grundschulplätzen.

Der Grundschulbedarf wird durch den Neubau einer MEB-Flex-Filiale für die Münchhausen-Grundschule am Standort Rue Racine 7 gedeckt; die Maßnahme ist schulfachlich und baufachlich mit Priorität 1 eingestuft. Zusätzlich ist eine Typensporthalle vorgesehen.

Der zuständige Bezirksstadtrat Harald Muschner (CDU) hat nach intensiven Verhandlungen mit der Senatsverwaltung und trotz erheblicher Hürden ein starkes und tragfähiges Ergebnis für Reinickendorf durchgesetzt.

Auf Kosten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) werden zudem die Straßen im Plangebiet bereits nach bundesdeutschem Standard hergestellt und anschließend vom Bezirk übernommen. Damit entstehen für Reinickendorf moderne, dauerhaft leistungsfähige Verkehrsflächen ohne zusätzliche Belastung des Bezirkshaushalts.

Ökologisch sieht der Plan unter anderem begrünte Retentionsdächer auf mindestens 70 Prozent der Dachflächen sowie verpflichtende Baumpflanzungen und den Erhalt wertvoller Gehölzstrukturen vor.

Abstimmungsverhalten

Der Bebauungsplan wurde mit Mehrheit von CDU, Grünen und FDP gegen die Stimmen von AfD und Linken beschlossen; die SPD enthielt sich.

Cassandra Hoffmann, Fraktionsvorsitzende der CDU Reinickendorf, erklärt:

„Mit diesem Bebauungsplan schaffen wir nicht nur 715 neue, mietpreisgebundene Wohnungen. Wir schaffen gleichzeitig die Infrastruktur, die ein wachsender Ortsteil braucht – mit Kita, Schulplätzen, Sporthalle, Parkanlage und Spielplatz. Damit wird ein Gebiet, das lange Zeit brach lag, umfassend entwickelt und nachhaltig aufgewertet. Es geht hier um die Neubelebung eines ganzen Ortsteils – um Lebensqualität, soziale Infrastruktur und eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung.“

Ulf Wilhelm, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, ergänzt:

„Stadtentwicklung bedeutet, Wohnungsbau strukturiert und vorausschauend zu steuern. Der Bebauungsplan XX-277a schafft auf 28,7 Hektar die planungsrechtliche Grundlage für 715 neue Wohnungen und rund 74.000 m² Wohnfläche. Er verbindet Nachverdichtung mit klarer städtebaulicher Struktur, gesicherter Infrastruktur und verbindlichen ökologischen Standards. Das ist verantwortungsvolle, langfristig gedachte Stadtplanung für Reinickendorf.“